Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal, wenn unsere Hartnäckigkeit sich auszahlt, haben wir Grund zur Freude. Eine „Pension für Arbeitnehmerinnen und ­Arbeitnehmer aus der EU“, wie die Stadt sie im April eröffnet hat, ­fordern wir seit vielen Jahren. 2020 schrieben Hamburger SPD und Grüne die Idee in ihren Koalitionsvertrag. Nun wurde sie endlich ­umgesetzt: eine kostenlose Unterkunft für Menschen vor allem aus Südosteuropa, die hier in miese Jobs gelockt worden sind und auf der Straße zu landen drohen. Wer von dem Angebot profitiert und warum es erst ein Anfang sein kann, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Erinnern Sie sich noch an das Frühjahr 2013, als eine Gruppe von ­Geflüchteten aus Afrika über die italienische Insel Lampedusa ­Hamburg erreichte und lautstark ihr Bleiberecht forderte? Die rund 300 Menschen erhielten große Unterstützung aus der Stadt­bevölkerung – viele von ihnen erkämpften sich das Recht hier zu ­bleiben, manche kämpfen immer noch. Zehn Jahre später haben wir mit einigen über die Zeit damals und ihr Leben heute gesprochen. Im Schwerpunkt lesen Sie auch, wie die EU ihre Grenzen abriegelt – und welches Leid das für Geflüchtete bedeutet. 

Zum Schluss eine gute Nachricht: Am 19. Mai erscheint unser neues Sondermagazin auf Hamburgs Straßen. „Enter Hamburg 2.0“ bietet Tipps für Abenteuer in der Stadt, Ausflüge ins Grüne und Ent­deckungstouren auf dem Wasser – garantiert nie langweilig und fast immer günstig. Einen Vorgeschmack finden Sie in dieser Ausgabe, in der Sie nachlesen können, warum eine Esel-Wanderung mit Blick auf die Elbmarsch einfach  nur glücklich macht.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Ihr Ulrich Jonas

Redaktion


Stadtgespräch

Jüdische Geflüchtete

Von Hassel­brook nach Buenos Aires

Als die Reporterin Corinna Below 1999 für einen privaten Besuch nach Argentinien reist, weiß sie noch nicht, dass sie sich danach den Lebenswegen von 49 aus Nazideutschland Geflüchteten widmen wird. Auch dem von Edith Sichel, aufgewachsen in Hamburg-Hamm.

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Freunde

Street Collective

Von der Straße für die Straße

Auf Bilderfang in Hamburg und der ganzen Welt: Die Fotograf:innen des „Streetcollective Hamburg“ zeigen ab 12. Mai in einer Ausstellung ihre besten Arbeiten – und versteigern zwei Werke zugunsten von Hinz&Kunzt. 

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Energiesperren

Ein Hilfsfonds, der (fast) nicht hilft

9 Haushalte haben bis Ende März Geld aus dem Hamburger Härtefallfonds erhalten, um eine Strom- oder Gassperre abzuwenden. Das teilte die Sozialbehörde auf Hinz&Kunzt-Anfrage mit. Dabei seien rund 13.600 Euro ausgezahlt worden.

Kunzt&Kult

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