Liebe Leserin, lieber Leser,
haben Sie die schwedische Krimiserie „Die Åre-Morde“ gesehen? Um zu zeigen, dass jemand Dreck am Stecken hat, wird dort immer das gleiche Motiv bemüht – die Person benutzt Bargeld. Unsere Volontärin Luca Wiggers hat den Realitätscheck gemacht. Ihre Reportage zum bargeldlosen Bezahlen in Göteborg klärt zwar keinen Mord auf, aber zeigt, welche Auswirkungen das Verschwinden von Münzen und Scheinen auf Bettelnde und Obdachlose hat. Sie sind groß: In Schweden müssen Menschen in Not mit Handy und QR-Code um Unterstützung bitten. So weit sind wir hierzulande noch nicht. Aber unsere Hinz&Kunzt-Verkäufer:innen erleben immer öfter, dass ihre Kundschaft kein Bargeld zur Hand hat.
Das ist ab sofort kein Problem mehr: Das Hinz&Kunzt-Magazin können Sie nun auch digital mit Ihrem Smartphone bezahlen. Für unsere Verkäufer:innen und uns ist das ein großer Schritt. Warum der gar nicht so leicht war, wie der Bezahlvorgang funktioniert und wie sehr sich unser Titelmodel Jasmin über diese neue Möglichkeit freut, lesen Sie im Magazin.
Glücklich ist auch der kleine Kiano. Dank einer Stiftung, die ehrenamtliche Pat:innen an belastete Familien vermittelt, war der in einer Hochhaussiedlung lebende Siebenjährige zum ersten Mal am Meer. Eine Geschichte, die Mut macht – gerade auch bei der sonst oft frustrierenden Nachrichtenlage.
Im Vorfeld der Bundestagswahl haben Gewalttaten von psychisch erkrankten Geflüchteten eine Debatte befeuert, die nicht nur die Republik spaltet. Sie verschlechtert auch die psychische Gesundheit von geflüchteten Menschen weiter, kritisiert Ingo Schäfer vom Universitätsklinikum Eppendorf. Der Professor leitet das Zentrum für traumatisierte Geflüchtete und plädiert für mehr Hilfsangebote in Hamburg. Im Interview erklärt er, dass nur drei Prozent dieser Menschen angemessen versorgt werden können.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
Ihr Jonas Fabricius-Füllner
Redaktion