Winterhude :
Bewohner stirbt bei Feuer in Unterkunft

Bei einem Feuer in einer Unterkunft für Wohnungslose und Geflüchtete im Hamburger Stadtteil Winterhude ist ein bislang noch nicht identifizierter Bewohner ums Leben gekommen.

Hinz&Kunzt Randnotizen

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Für einen Bewohner der Unterkunft am Tessenowweg kam am Montagabend jede Hilfe zu spät: Die Feuerwehr fand den noch unidentifizierten Mann tot in einem brennenden Wohncontainer. Ein 38-jähriger Bewohner wurde beim Versuch zu helfen verletzt. Er zog sich nach Angaben von Polizei und Feuerwehr eine Rauchvergiftung und eine Verletzung an der Hand zu und wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Ob es sich bei Opfer und Helfer um Wohnungslose oder Geflüchtete handelt, war laut Polizei am Dienstagmittag noch unklar.

Die Suche nach dem zunächst vermissten Bewohner war für die Rettungskräfte offenbar schwierig. So spricht die Feuerwehr von einer „extrem hohen Brandintensität“. Durch die brennende Isolierung der Wohncontainer habe sich zudem sehr viel Rauch ausgebreitet. Insgesamt standen im Obergeschoss der Anlage zehn Container in Flammen. Fünf Stunden lang sind nach Angaben der Feuerwehr insgesamt 75 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Bislang ist unklar, wodurch das Feuer ausgebrochen ist. Die Ermittlungen dazu hat das Landeskriminalamt übernommen.

Im sogenannten Pavilliondorf gibt es laut Betreiber Fördern & Wohnen (F&W) Platz für 492 Menschen in einzelnen Häusern, die aus miteinander verbundenen Wohncontainern gebaut wurden. Das Haus 18 der Einrichtung ist nach Angaben der Polizei nicht mehr bewohnbar und wurde für die Brandermittlung beschlagnahmt. F&W erklärte, 15 Bewohner:innen hätten eine neue Unterkunft bekommen. „Wir sind sehr traurig, dass ein Mensch sein Leben verloren hat – und dankbar, dass es darüber hinaus nur leichte Verletzungen gab“, sagte eine Sprecherin.

Autor:in
Benjamin Buchholz
Benjamin Buchholz
Früher Laufer, heute Buchholz. Seit 2012 bei Hinz&Kunzt. Redakteur und CvD Digitales.

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